Bahnhof

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Ungewöhnliche Aussicht : Blick aus dem Stellwerk, 14.12.17 (vergrößerbar)
Am Wochenende gab es eine Baumaßnahme am Bahnübergang B58. Es wurden Leitungrohre für die zukünftige elektronische Steuerung verlegt, die dann von Coesfeld aus erfolgen wird, 8.9.18
Südlich des Bahnhofes war das Bahngelände in den letzten Jahrzehnten verwildert und zugewachsen. Jetzt sind Büsche und Birken komplett entfernt worden. Ob das Gelände neu genutzt werden soll? 26.2.18
Zug im Nebel, 2.12.17
Der Bahnübergang Munastraße wird grundsaniert, die Straße ist deshalb zur Zeit gesperrt. Es folgt die Sanierung des Bahnüberganges Köhler Straße, 28.10.17

Aktuell: Gute Nachricht für Bahnfahrer: Ab Sonntag, 12. Juni 2016, wird es auf der Linie RB 45 „Der Coesfelder“ an Wochenenden direkte Verbindungen ohne Umsteigen zwischen Coesfeld und Essen geben. Die ist ein Baustein des Regionale 2016-Projektes BahnLandLust.

BahnLandLust beinhaltet die Stärkung des Schienenverkehrs der RB 45 zwischen Coesfeld, Reken und Dorsten und eine verbesserte Anbindung der Region an das Ruhrgebiet. Ziel ist unter anderem eine direkte Verbindung von Coesfeld und Reken nach Essen ohne Umstieg. Kurzfristig ist diese Vorstellung noch nicht umzusetzen: Bis jeder Zug nach diesem Konzept verkehren kann, sind noch tiefgreifende Veränderungen in der Infrastruktur nötig.

Gemeinsam mit dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) führt die NordWestBahn jetzt an Wochenenden erste direkte Fahrten ein. Der Zug um 9:31 Uhr ab Essen fährt samstags und sonntags ab Dorsten weiter bis nach Coesfeld. Dabei wird dieser Zug an Samstagen in Dorsten „geflügelt“, das heißt: Der erste Zugteil fährt weiter nach Borken und der zweite Zugteil weiter nach Coesfeld. Von Coesfeld fährt an Samstagen der Zug um 19:15 Uhr von Dorsten nun umsteigefrei weiter bis nach Essen.

„Wir freuen uns, bereits jetzt bei den Zügen eine umsteigefreie Verbindung anzubieten, bei denen es mit der aktuellen Infrastruktur möglich ist“, erklärt Hark Neumann, Regionalleiter Niederrhein/Ruhr/Münsterland bei der NordWestBahn. „Auch wenn es noch wenige Züge sind - die Fahrgäste können entspannt sitzen bleiben, ein Umstieg in Dorsten ist nicht mehr nötig.“


Video Zugfahrt Reken-Wulfen 3 Min

Video Zugabfahrt 17 Sek

1916
1913
2016

Leerstehendes Gebäude 9/2007
Güterschuppen südlich des Bahnhofs
Fahrplan 2007, stark vergrößerbar
Haltepunkt heute
Zugeinfahrt, 2016
Gesehen im Hauptbahnhof Essen: ein Zug der Nordwestbahn macht Reklame für das Projekt BahnLandLust, das die Bahnstrecke Dorsten-Wulfen-Coesfeld betrifft, siehe http://www.bahnlandlust.de . Foto: Helmut Richter



"Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Wulfen liegt an der am 1. Juli 1879 eröffneten ehemaligen Bahnlinie von Oberhausen über Dorsten, Coesfeld, Burgsteinfurt und Rheine nach Quakenbrück. Als Verbindung des Ruhrgebiets mit den Hafenstädten verlief die Strecke Oberhausen - Quakenbrück zusätzlich und parallel zu den Hauptlinien über Münster und Osnabrück. Die Bahnlinie war besonders von Erzen in Richtung Ruhrgebiet stark befahren.

Für die ehemals selbständige und landwirtschaftlich geprägte Gemeinde Wulfen brachte die Bahnlinie vor allem den Anschluss an das Ruhrgebiet und beeinflusste bedeutend die Entwicklung des Ortes. Es handelt sich bei dem Empfangsgebäude um eines jener für das westliche Münsterland typischen Empfangsgebäude, wie sie im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden. Vielfach waren es Typenentwürfe, die man an einer Strecke in verschiedenen Variationen errichtete. Vergleichbare Bahnhöfe sind bis heute in in Bahnhof-Reken und Bottrop-Nord erhalten."

Quelle: Wörtliche Wiedergabe aus der Beschlussvorlage 61 24 13 ne vom 12.07.07 : "Eintragung von Denkmälern in die Denkmalliste der Stadt Dorsten"


Um 1982 gab es circa zwei Jahre ein Jugendtreffpunkt im Bahnhof, der vom Verein "Altes Standesamt" getragen wurde. Aktuell steht das Gebäude leer und ist von Vandalismus betroffen. Besitzer ist seit 2002 der Graf von Merfeldt. Die Unterschutzstellung nach dem Landes-Denkmalschutzgesetz sollte im August 2007 erfolgen. [Duchgeführt ?]

Über den geplanten Umbau des Gebäudes durch den Lembecker Architekten Stefan Risthaus berichtete die Dorstener Zeitung am 13.5.2011. Die genaue Nutzung ist nicht festgelegt. Die Arbeiten sollten 2012 abgeschlossen sein, sind aber bislang nicht begonnen worden (Stand 6/12).


Stellwerke

Beide liegen nur 900 Meter auseinander

  • Wnf Fahrdienstleiterstellwerk Wnf

Heute noch besetzt. Bedienung der Schrankenanlage Bahnübergang B58 sowie der Ein und Ausfahrtsignale ( von nach Lembeck ). Als es noch ein Gleis zur Verladerampe und ins Gewerbegebiet Köhl gab, wurden von hier die Weichen gestellt. Baujahr 1948

Bahnstellwärterhaus.jpg
  • Ws :Posten 14, Auf Höhe von Kleinken gibt es ein Stellwerk, dass auch heute noch besetzt ist um zwei Schranken Burenkamp bzw. Köhler Straße und die Ein und Ausfahrtsignale ( von nach Hervest ) zu bedienen. Baujahr 1927?

Chronik

1879 1.7. Inbetriebnahme der Strecke Dorsten-Coesfeld (bzw. Oberhausen-Rheine)

[Die Bahnhofsgaststätte wurde in den 30er Jahren von Franz Rößmann betrieben]

1945 22.3. Luftangriff

1968 Wulfen wird Hauptdienststelle (vorher Lembeck)

1976 1.6. Der Fahrkartenverkauf wird nach 97 Jahren eingestellt

1977 1.7. Die Güterabfertigung wird in Dorsten zentralisiert

1978 Jan. Die Wartehalle im Gebäude wird geschlossen

[1978?? Bahnhofsvorsteher Heinrich Schonebeck wird pensioniert]

1982(?) Bahnhof wird von Jugendlichen besetzt (?) und als selbstverwaltete Begenungsstätte genutzt

1994 12.3. Mehrere hundert Bürger protestieren mit einer Solidaritätsfahrt gegen die mögliche Schließung der Eisenbahnlinie

1996 "Rückbau : nur Gleis 2 betriebsfähig" (=Gleisanschluss Kleinken demontiert?)

1998 6.11. "GVstill" (=Güterverkehr wird eingestellt?)

2003 Gleiserneuerungsarbeiten zwischen Hervest-Dorsten und Wulfen

2003 15.9. "Umwandlung Bf -> Bk Hp" (=Rückstufung zum Haltepunkt)

2007 Bahnhofsgebäude wird unter Denkmalschutz gestellt (Eigentümer ist Graf von Merveldt)

Kürzel: EWUF

Siehe auch

Weblinks

Im Vordergrund eine Kurbel zur Bedienung einer Schranke. Die Hebel haben heute keine Funktion mehr.
Aufnahme vom Stellwerk Ws aus
Fahrdienstleiterstellwerk Wnf = Wulfen Nord Fahrdienstleiter. Aufnahme des Gebäudes am Bahnübergang B58, Aufnahme von Norden
Schrankeunten.jpg
9/08
Im Dornröschenschlaf 4/08
Karte Eisenbahnlinie Ruhrort Rheine.jpg
Was macht denn bloß der Bahnhof Quakenbrück im Wulfen-Wiki? Nun, die Wulfener Bahnlinie wurde 1879 nicht gebaut, um schneller nach Dorsten oder Maria Veen zu kommen, sondern sollte großräumig das Ruhrgebiet mit Nordseehäfen verbinden. In der Anfangszeit gab es deshalb durchgehende Züge nach Quakenbrück. (Aufnahme 10.10.15)
Der Bahnübergang Köhler Straße wurde Nov. 2011 renoviert
Fahrradboxen jetzt auch am Bahnhof Wulfen : Sechs Fahrradboxen warten seit April 2015 auf Pendler, die ihre Räder trocken und sicher abstellen wollen. Die Initiative dazu geht vom Regionaleprojekt BahnLandLust aus. Dessen Mitarbeiter haben sich der Attraktivitätssteigerung der Regionalbahnstrecke RB 45 Coesfeld – Dorsten verschrieben und schon einige Ideen umsetzen können. Im ländlichen Raum kann die Nutzung mehrerer Verkehrsmittel oft sinnvoll sein: Das Fahrrad für den kurzen Weg zum Bahnhof und die Weiterfahrt mit dem Zug ist seit vielen Jahren ein Klassiker dieser Kombination. Die neu aufgestellten Fahrradboxen sollen nun den Radfahrern auch in Sachen Sicherheit entgegenkommen. Die Verwaltung und Vermietung der Fahrradboxen erfolgt durch die Radstation am Zentralen Busbahnhof Dorsten in der Zeit von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Die Monatsmiete beträgt 7 €, die Jahresmiete 70 €. Für die Schlüssel wird eine Kaution von 25 € erhoben. Übrigens: Eine weitere Kombinationsmöglichkeit von Fahrrad und Bahn ist die unentgeltliche Mitnahme von Falt- oder Klapprädern. Damit kann der Bahnpendler auch am Zielbahnhof seine Fahrt flexibel fortsetzen. Gemäß Beförderungsbedingungen zählen diese (handelsüblich vollständig im kleinstmöglichen Packmaß gefaltet bzw. zusammengeklappt)als Handgepäck. Text: Stadt Dorsten / Foto: Helmut Richter 28.4.
Fahrkarte 1968