Historische Grenzsteine
Dies ist eine interne Arbeitsseite, um Informationen über alte Wulfener Grenzsteine (bzw. des Hauses Lembeck) zu sammeln.
















Zwischen Wulfen und Lippramsdorf verlief bis 1975 eine rund 3 km lange schnurgerade Grenze, was in Mitteleuropa ungewöhnlich ist. An der nordöstlichen Ecke steht eine alte Grenzsäule mit verwitterten Einkerbungen, deren Bedeutung nicht bekannt waren.
Die Grenzsteine zwischen Wulfen und Lippramsdorf (Grenze vor 1975)
von Nord nach Süd:
1. Der Große Stein bei Uhlenbrock
Zwischen Badde (früher Schulte Bockholt) und Uhlenbrock. 1,20 m über dem Boden, vollkommen freihstehend, auf der Westseite stark verwittert. Besonderheit: es gibt Markierungen an drei Seiten, was sich durch die Position an einem Grenzknick erklärt.
2. Stein bei der Frankenstraße
60 cm über der Oberfläche, 40 cm breit, 30-35 cm tief. War (2025) vollkommen zugewachsen. Gut erkennbare Markierungen auf der Westseite, Ostseite schlechter.
3. Der Mergen'sche Stein
Befindet sich 2025 auf dem Hof Mergen, also weit von der Originalstelle entfernt. Mit gut erkennbarem Wappen.
4. Der "Dicke Grenzstein"
am Grenzknick Ostendorp'sche Kamp. 3/2002 wurde der Stein aufgegraben, siehe Fotos von Duwenbeck. 90 cm tief, ohne Markierungen, ragte nicht heraus. Wurde er damals entfernt?
5. Gedenkgrenzstein
am Gemeindedreieck Hervest/Wulfen/Lippramsdorf (2006 aufgestellte Basaltsäule, siehe Seite "Grenzen" )
Archivalischer Beleg
Abgedruckt in:Der Raum Lippramsdorf: Beiträge zu seiner Geschichte. Marl 1982. S.188-119
Nach einer Eintragung vom 2. Dezember 1564 wurde ein "Zwist zwischen Aldolpf von Raesfeld und Herrn über Ostendorf und Bernd von Westerholt Herrn zum Lembeck über die Grenzen der Ranstroper und der Wulfener Marken beigelegt durch Vermittlung des Hermann von Westerholt zu Westerholt und des Drosten von Ense zu Stromberg. Es wurde der Grenzstein gesetzt zwischen Bockholts und Ullenbroiks Habe, und dann sollte auf der Ranstroper Seite in der Mark die Hoheit und Herrlichkeit des Hauses Ostendorf sich erstrecken und auf der Wulfener seite die des Hauses Lembeck, doch in allen wegen den 'Nachspuren und Durffen ir gemeine nachspurlich Hoede vorbehalten'. "
(Anm.: Ranstrop=plattdeutscher Name für Lippramsdorf)
Herrlichkeit Lembeck
Schlossherren:
Herren von Lembeck
ab 1526 : Herren von Westerholt
ab 1708 : Grafen von Merveldt
Herrlichkeit Ostendorf
Sie umfasste das Gebiet der Gemeinde Lippramsdorf bis 1975.
"Im Jahre 1358 übernahm Johann von Raesfeld Haus und Freiheit... Die Familie von Raesfeld blieb über 400 Jahre im Besitz der Wasserburg. Durch Konkurs fiel das Rittergut im Jahre 1825 dem Grafen August Ferdinand von Merveldt zu Lembeck zu."
Q: Wikipedia
Was tun Fragen
- Steine vermessen
- Steine fotografisch noch besser dokumentieren
- Raesfelder Wappenmuster verifizieren
- Archivsignatur der Archvalie ermitteln
- Wo den Mergen'schen Stein aufstellen?
- Denkmalschutz?
- Ist der "Dicke Grenzstein" noch vorhanden
- Gibt es eventuell noch weitere Steine zwischen 1 und 2 ?
- Publikation im nächsten Jahrbuch
Literatur
- Der alte Grenzstein zwischen Wulfen und Lippramsdorf / Paul Lippik. Heimatkalender 1927, S.46-47 (im Wald, kann sich also nicht auf den Stein bei Hof Uhlenbrock beziehen)
- Von Marken, Schnatgängen und historischen Grenzzeichen in Wulfen / Willi Duwenbeck. Heimatkalender 2003, S.137-140
Siehe auch

