Wulfener Musikwoche

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Die Wulfener Musikwoche ermöglicht jedes Jahr den über 100 Teilnehmer (die teilweise von weither anreisen) besondere Chorwerke zu erarbeiten, die nicht zum Standard-Repertoire gehören. Dieses Jahr hatte Wolfgang Endrös moderne brasilianische ausgesucht. Beim Abschlusskonzert am Samstag wurden die ungewöhnlichen Klänge zusammen mit der St.Petersburger Kammerphilharmonie aufgeführt, 26.8.17
Abschluss der Wulfener Musikwoche 2017 mit Blumen für den Dirigenten Wolfgang Endrös
Der große Chor der Wulfener Musikwoche 2017 bei einer Probe im Gemeinschaftshaus. (vergrößerbar)
Großartig : Die Wulfener Musikwoche erarbeitete unter der Leitung von Wolfgang Endrös in diesem Jahr "Die Geisterbraut" von Antonin Dvorak. Als Besonderheit entstanden beim Abschlusskonzert Sandbilder der Künstlerin Anne Löper, die simultan auf Leinwände projiziert wurden, 20.8.16 (vergrößerbar)
Eifrig wird in der Wulfener Musikwoche geprobt, hier der große Chor. Am Samstag um 20 Uhr gibt es im Gemeinschaftshaus bei freiem Eintritt dann die Aufführung der "Geisterbraut" von Dvorak zusammen mit Musikern aus St. Petersburg, 18.8.16
Mit deutschen Frühlingsliedern des 19. Jahrhunderts stellte sich die Sopran-Solistin und Stimmbildnerin der Wulfener Musikwoche 2015 vor.
Die 21. Wulfener Musikwoche im Gemeinschaftshaus Wulfen startete mit einer Rekordbeteiligung.
2015: In ihrem 21. Jahr beschäftigt sich die Wulfener Musikwoche mit "Frühlingsgefühlen" aus der Feder von Joseph Haydn und Alexander Zemlinsky
2015: Sopranistin Stefanie Rodriguez singt frühlingshafte Melodien
2014 probten erstmals sogar über 100 Sänger für das große Konzert zusammen mit der russischen Kammerphilharmonie. (vergrößerbar)
2013: Die bereits 19. Wulfener Musikwoche war ein großer Erfolg. 100 Sänger (viele von hier) trugen zu einem stimmgewaltigen und sehr abwechslungsreichen Abschlusskonzert zusammen mit der Petersburger Philharmonie bei.
2013: Am Ende gab es wohlverdiente Blumen für den musikalischen Leiter Wolfgang Endrös (links) und die Solosänger: Charlotte Schäfer, Rebecca Engel, Joo Youp Lee, Reinhart Gröschel.
Im Gemeinschaftshaus wird jeden Abends intensiv geprobt.
2012: Dirigent Wolfgang Endrös führt in das abwechslungsreiche Programm des Abschlusskonzertes ein
2011: Der große Chor beim Abschlusskonzert
2010: Sopranistin Stefanie Rodriguez und Wolfgang Endrös nach dem Matineekonzert. Foto: Sabine Bornemann
2010: Beim Abschlusskonzert zieht Bariton Harald Martini als King John für die "Ballad of Magna Carta" ein
2010: Der Gründervater 'Cux' Kolkmeyer erhält einen Lorbeerkranz
2010: Bei "Rule Britannia" und bei "Land of Hope and Glory" schwenkt der große Chor auch nicht-britische Fahnen
Das Gründungsteam der Wulfener Musikwoche 1994: Cordula und Gerd Sticken, Albert Göken am Klavier, Christoph Hillnhütter, Karl-August und Birgit Kolkmeyer, Virginia Lehmann

2015

Für die Mitwirkung an der offenen Chorakademie "Wulfener Musikwoche" vom Sa, dem 1.8. - Sa, dem 8.8.2015, können sich alle anmelden, die schon einmal im Chor gesungen haben. Detaillierte Infos zum diesjährigen Projekt finden Sie unter http://www.wulfener-musikwoche.de Am Sonntag, dem 2. August, um 14.30 findet ein Matinéekonzert statt.

2014

Proben- und Konzert-Ort : Evangelisches Gemeindezentrum BaZ

Über die Woche schrieb die Teilnehmerin Barbara Seppi täglich in diesem Blog: http://www.dorstenerzeitung.de/autor.=sepp/


2013

24. bis 31. August. http://www.derwesten.de/staedte/dorsten/vorfreude-auf-die-wulfener-musikwoche-id7645166.html

Projekt der 19. Wulfener Musikwoche 2013: ELFEN, HEXEN UND DÄMONEN - Musikalische Spukgeschichten zwischen Traum und Wirklichkeit


Felix Mendelssohn (1809-1847): „Die erste Walpurgisnacht“ op. 60 für Soli, Chor und Orchester

1799 hatte Johann Wolfgang von Goethe die dramatische Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ gedichtet. Seine Hoffnung, der freundschaftlich verbundene Carl Friedrich Zelter (der sich völlig überfordert sah) würde die Musik dazu schreiben, erfüllten sich zu seiner Enttäuschung nicht. Es sollte Zelters Schüler Mendels-sohn vorbehalten bleiben, mit der Vertonung dieser Dichtung die vielleicht vollkommenste weltliche Kantate der deutschen Romantik zu komponieren. Die Thematik der Walpurgisnacht faszinierte Goethe über Jahrzehnte – sowohl von der fantastischen als auch von der rationalen Seite her betrachtet. Dabei spielt auch das Zeitalter der Aufklärung eine Rolle in der Darstellung des Kampfes der Vernunft gegen den Aberglauben und die Märchenwelt der Nacht mit ihren bizarren Phantasmagorien und grotesken Ereig-nissen. Ein spekulativer historischer Ansatz vermutete im Konflikt zwischen den heidnischen sächsischen Volksstämmen und den christlichen Franken unter Karl dem Großen den Ursprung der Legendenbildung um die unerklärlichen Naturerscheinungen am Brocken. Diese Verbindung von historischem Hintergrund und fantastischer Fabel veranlasste Goethe zur Dichtung der „ersten Walpurgisnacht“. Die Ballade erzählt vom altüberlieferten, heid-nischen Brauch, zu Frühlingsbeginn den göttlichen Allvater mit Gebeten und rituellem Feuer zu verehren. Der mahnenden Stimme einer Frau, die davor warnt, dass die christlichen Eroberer die Ausübung der alten Bräuche mit dem Tod bestrafen, wird entgegen gehalten, dass man sich in die unzugänglichen Regionen des Harzes zurückziehen möge und Wachen aufstellen müsse. Schließlich wird beschlossen, die Christen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, indem man ihren Aberglauben ausnutzt und sie mit einem inszenierten Teufelsspuk in die Flucht schlägt. Die Uraufführung fand erst ein knappes Jahr nach Goethes Tod im Januar 1833 in Berlin statt.


Modest Mussorgsky (1839-1881): „Gritzkos Traum“ (Eine Nacht auf dem kahlen Berg) für Chor und Orchester

Der Autodidakt Mussorgsky gehörte dem sog. „Mächtigen Häuflein“ an, einer Gruppe russischer Komponisten, die es sich auf die Fahne geschrieben hatten, eine typisch nationale Musik zu schreiben. Das Orchesterwerk Eine Nacht auf dem kahlen Berg gehört zu seinen bekanntesten Werken. Die tonmalerische Schilderung eines schaurigen Hexensabbats zieht alle Register einer musikalisch-grotesker Effekte und ist dabei eine durch und durch russische Musik. Als sich der Komponist Wissarion Sche-balin der unvollendet hinterlassenen Mussorgsky-Oper Der Jahrmarkt von Sorotschintzi (nach einer Erzählung von Gogol) annahm, um sie zu ergänzen, bearbeitete er das Orchesterwerk zu einer grandiosen Chorszene, die den Albtraum des Bauern Gritzko darstellt. In dieser Fassung wird der Chor der Wulfener Musikwoche das Werk einstudieren und aufführen.


Felix Mendelssohn: „Ein Sommernachtstraum“ Bühnenmusik für Soli, Chor und Orchester

Die fließenden Übergänge zwischen Traum und Wirklichkeit in Shakespeares Sommernachtstraum haben zu allen Zeiten eine zauberhafte Faszination ausgeübt und Komponisten von Purcell bis Britten zu großartigen musikalischen Adaptionen inspiriert. Die Musik, die der junge Mendelssohn zu Shakespeares Sommernachtstraum geschrieben hat, gehört zweifellos zu den populärsten Werken des klassischen Repertoires. Neben den bekannten Orchesterwerken gehören zur Bühnenmusik aber auch einige Sätze mit Gesangssolisten und Chor, deren filigrane Kompositionsweise der Elfenwelt rund um das königliche Paar Titania – Oberon zugeordnet ist. Der „Kleine Chor“ der WMW wird diese zauberhaften Werke in den Nachmittagsproben einstudieren.

Mit der russischen Kammerphilharmonie wird im Abschlusskonzert ein bewährter Partner den Chor der 19. Wulfener Musik-woche ins Traumreich der Elfen, Hexen und Dämonen begleiten.



Projektbeschreibung Wulfener Musikwoche

Bei der "Wulfener Musikwoche" handelt es sich um einem Ferienkurs für Chormusik, der sich sich an Sängerinnen und Sänger wendet, die in acht Probentagen z.T. umfangreiche und anspruchsvolle Chorwerke aller Musikepochen außerhalb des üblichen Repertoires (z.T. Auftragskompositionen), erarbeiten und in einem Abschlusskonzert zu Gehör bringen möchten.

Die Wulfener Musikwoche findet immer in der letzten Woche der NRW-Sommerferien statt, im Jahr 2013 also von Samstag, dem 24.8.2013 bis zum Samstag, dem 31.8.2013

Die Probenarbeit teilt sich auf in die Erarbeitung eines Hauptstückes mit allen TeilnehmerInnen (von 17.30 bis 21.45 Uhr mit einer halbstündigen Pause) und eines Zusatzangebotes für eine kleinere Besetzung (von 14.30 - 16.30 Uhr). Zwischen 16.30 und 17.30 Uhr wird ein Büfett angeboten.

Neben der reinen Einstudierung der Werke bemüht sich die “Wulfener Musikwoche” auch um eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen der zu erarbeitenden Werke. Das einzustudierende Programm wird so ausgewählt, dass im Lauf der Jahre eine große Bandbreite an Typen von Musikwerken präsentiert wird (s. Programme der Vorjahre). In der Regel wirken beim Abschlusskonzert Gesangssolisten und Orchestermusiker mit.

Die musikalische Leitung des Workshops liegt seit 2004 in den Händen von Wolfgang Endrös, Domkantor aus Essen. Die Organisation und Finanzierung des Ferienkurses bewerkstelligt der “Freundeskreis Wulfener Musikwoche e.V.”, ein gemeinnütziger Verein, der nur zu diesem Zwecke gegründet wurde. Der Vorstand des Vereins besteht aus 5 Personen: Prof. Dr. Klaus Schneemann (1. Vorsitzender), Sabine Bornemann (2. Vorsitzende), Virginia Lehmann (Kassiererin), Ulrich Wilmes (Schriftführer), Ursula Breuing (Beisitzerin).

Die Durchführbarkeit des Projektes ist von der Unterstützung durch Sponsoren und private Spenden abhängig. Diese müssen etwa die Hälfte des Gesamtfinanzvolumens aufbringen, da es anderweitig nicht möglich ist, ein so umfangreiches und qualitativ hochwertiges Kursangebot zu einem geringen Teilnehmerbeitrag zu offerieren. Ein erklärtes Ziel der “Wulfener Musikwoche” ist es jedoch, gesangsbegeisterten Interessenten, die aus finanziellen Gründen andere vergleichbare Angebote nicht wahrnehmen können, eine solche Erfahrung zu einem günstigen Preis zu ermöglichen.

Des weiteren bemüht sich die “Wulfener Musikwoche” darum, zu einer festen kulturellen Institution in der Region zu werden. Im Zusammenwirken mit dem vor drei Jahren begonnenen Stadtumbau West möchten wir auch dazu beitragen, mehr Akzeptanz für den ausgelagerten Stadtteil Wulfen-Barkenberg und für dessen Bevölkerung innerhalb der Stadt Dorsten zu erreichen.

Betrachtet man die Teilnehmerstruktur der vorangegangenen “Musikwochen”, so wurden diese Ziele immer erfolgreicher verwirklicht. Neben einer wachsenden Akzeptanz bei der Presse, gelang es unserem "Ferienkurs für Chormusik" in den vergangenen 17 Jahren, immer mehr TeilnehmerInnen auch auf überregionaler Ebene anzusprechen, darunter zahlreiche Schüler und Studenten. Um auch vielen jungen Eltern die Teilnahme an der Wulfener Musikwoche zu ermöglichen, bieten wir unter der Woche in der Zeit von 17.30 - 19.30 Uhr eine musikalische Kinderbetreuung durch geschultes Fachpersonal an.

Neue Interessenten und Interessentinnen sind stets willkommen. Vorerfahrungen aus anderen Chören sind wünschenswert.

[Quelle: Wörtliche Übernahme von der Seite http://www.wulfener-musikwoche.de/#ueber_wmw.html]


Kleine Geschichte der Musikwoche

Die Idee zu einem Ferienkurs für Chormusik brachte das Ehepaar Kolkmeyer aus Frankreich mit. Als musikalische Leiter suchten sie sich die beiden Kirchenmusiker der katholischen und evangelischen Gemeinde in Barkenberg Albert Göken und Christoph Hillnhütter. Aus den Kirchenchören rekrutierten sich auch die ersten Chorsänger. Die Musikwoche ist also ursprünglich ein ökumenisches Projekt in Barkenberg. Heute geht ihr Einzugsgebiet aber weit über den Kreis Recklinghausen hinaus - treue Mitwirkende kommen aus Münster, Düsseldorf, Mainz, Berlin und Frankreich.

Bis zum Jahr 2003 fand die Probenarbeit immer nachmittags im Gemeinschaftshaus und abends im Ev. Gemeindezentrum statt. Das Abschlusskonzert war in der St. Barbara-Kirche. Regelmäßig wirkten dabei Angelika März (Sopran) und Annemarie Tributh (Alt) als Solistinnen mit. Korrepetitor war über viele Jahre Michael Zieschang.

Nach einem Wechsel im Organisationsteam und in der musikalischen Leitung fiel die Musikwoche im Jahr 2003 aus. Ab 2004 wurde das Chorprojekt unter der neuen Leitung von Domkantor Wolfgang Endrös aus Essen wieder aufgebaut und stößt heute auf mehr Zuspruch als je zuvor. Das spiegelt sich in jährlich wachsenden Teilnehmerzahlen, dem Publikumsinteresse und der öffentlichen Resonanz wieder. Nach Experimenten mit der Gesamtschule und den Räumen von St. Barbara ist die Wulfener Musikwoche heute wieder mit Probenarbeit und Abschlusskonzert im Gemeinschaftshaus Wulfen zu Hause. Wolfgang Endrös brachte Stephanie Rodriguez als Stimmbildnerin und Solo-Sopran zur Musikwoche. Die Klavierbegleitung übernimmt der Chorleiter in den ersten Tagen selbst und wird dann von Patrick Jaskolka entlastet. Zum festen Team gehören auch unsere Köchinnen Bärbel Lukas und Margit Bee, denn auch das leibliche Wohl und die Geselligkeit kommen bei der Wulfener Musikwoche nicht zu kurz. Beim Abschlusskonzert wirkt seit 2006 die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg mit.
[Verfasst von Sabine Bornemann]


Sponsoren 2013: LWL, Sparkasse Vest, Landesmusikrat, Land NRW, Volksbank Dorsten, Infracor Marl. (Stadt Dorsten jährlich 1.000 €, letztmalig 2012)


Siehe auch


Weblinks

http://www.wulfener-musikwoche.de/#vorjahre.html Programm der Musikwochen seit 1994