Altes Standesamt

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"Das 'neue' und das 'alte' Amtshaus. Das letztere diente bis 1975 noch als Standesamt. 1981 wurde es abgerissen." (Paul Fiege)

Der mitverantwortliche Stadtdirektor Dr. Zahn soll viel später den Abriss als Fehler bezeichnet haben. Der Heimatverein wurde erst 1984 wieder neu ins Leben gerufen, so dass die vor allem von der SPD getragenen Proteste keinen Erfolg hatten.

Heute ist an der Stelle ein Parkplatz (zwischen "Barmer" und Matthäusschule). Hier steht die Geschichtsstation Herrlichkeit Lembeck. Sie erinnert auch an die rund 100jährige Bedeutung Wulfens als Verwaltungssitz bis 1937 für ein Gebiet von der Lippe bis Erle.


Zum Abriss des Gebäudes schuf Horst Melles 1981 diese Zeichnung mit Foto in der Mitte. Unten rechts steht :
"Was Hoffnung macht : / es gibt Menschen, und es / werden immer mehr, / die finden so etwas schlimm."
Grafikmelles1981.jpg

Verein Altes Standesamt

Der Verein gründete sich 1981, als das alte Standesamt von wohnraumsuchenden Jugendlichen besetzt wurde und die Stadt den Abriss vorsah. Eines der Hauptziele des jungen Vereins war, Wohnraum für bedürftige Jugendliche zu schaffen. Nach dem endgültigen Abriss des alten Standesamtes mietete der Verein Räume im Bahnhof Wulfen an. Dort entstand ein autonomes Jugendcafé. Da die Bemühungen der Initiatoren, Wohnungen für Jugendliche im Bahnhof oder an anderen Orten zu finden, fehlschlugen, verlagerte sich allmählich ihre Schwerpunkt-Arbeit.

Als nach zwei Jahren das Jugendcafé geschlossen werden musste, weil die Bahn das Gebäude anderweitig nutzen wollte, stellte nach einigen Verhandlungen die evangelische Kirchengemeinde dem Verein die Alte Scheune Rottmannshof zur Verfügung.